Dienstag, 3. Juni 2014

Echt aus Holz - aber wie denn nun?



Eiche Dielen Parkett
Holzboden ist ein Muss, das ist uns klar. Verträglich, stilecht, schön, angenehm, pflegeleicht: Es geht einfach nichts über Holz. Von Holzdielen über Holzpflaster, Mosaik, Parkett und Laminat bis hin zu Korkplatten ist alles irgendwie Holz - zumindest mehr oder weniger. Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, was für welchen Holzboden spricht, was dagegen, wie es aussieht und gepflegt werden muss.

Der Dielenboden ist so ziemlich die älteste Form des Holzbodens. Dicke Holzbretter von 2 bis 5 cm Höhe werden auf Raumlänge geschnitten, an den Längsseiten mit Spunden versehen und verlegt. Das ist Handwerkskunst. Dielen haben früher in Häusern eine statische Funktion erfüllt, sind stabil, massiv, halten fast alles aus - und knarzen. Holz arbeitet, es arbeitet auch, wenn es noch jung ist, und es arbeitet mit dem Wetter und den Jahreszeiten. Ein Dielenboden ist selten ganzjährig eben und gleichmäßig, dafür aber sehr pflegeleicht und gar nicht so empfindlich. Teuer ist er allerdings auch, zumindest im Vergleich zu so manchen anderen Holzfußböden.
Holzpflaster (aus dem Stadtarchiv der Stadt Darmstadt)

Holzpflaster ist gar nicht mehr modern, wird eher im Außen- als im Innenbereich verlegt und mag das deutsche nasskalte Klima eigentlich gar nicht so. Deshalb wurde es auch in Darmstadt entsorgt, wie Echo Online berichtete. Für Holzpflaster werden keine Bohlen verlegt, sondern auf Pflastergröße zugeschnittene Holzscheiben. Die können eckig, abgerundet oder ganz rund sein. Holzpflaster wurde früher, denn auch da gab es schon Straßenlärm (verursache von Pferden und Kutschen), zum Lärmschutz verlegt.

Die aus Rundholz sehen aus wie nebeneinanderliegende Baumscheiben, wenn man sie verlegt hat. Wunderschön! Aber wer verlegt so etwas heute noch? Gepflegt wird das Holz generell wie ein Dielenboden (staubsaugen, mit wenig Wasser putzen, manchmal wachsen), aber durch die kleinen Pflasterstücke ergeben sich eben doch viele Rillen, der Boden wirkt unruhiger und belebter, kleinteiliger ... interessanter! Das hat Vor- und auch Nachteile, letzteres vor allem was das gerade Aufstellen von Möbelstücken mit mehreren Beinen, das Betreten mit Absatzschuhen und die Nutzung durch Kinder im Krabbelalter angeht.

Parkett ist ein Klassiker. Parkettböden sind heutzutage nicht mehr so furchtbar teuer und unerschwinglich, sie müssen nicht unbedingt aus Eiche sein, und sie halten auch recht lange. Nun ja, wenn man darauf achtet, dass es eben Holz ist. Parkett wird gestaubsaugt, mit wenig Wasser geputzt und mit Holzpflege verwöhnt. Es darf nicht nass sein, und es kriegt leicht Schrammen. Zum Beispiel, wenn mal ein Steinchen im Profil der Schuhe hängt, wenn das Sofa auf die Seite gerückt wird oder wenn Kinder eine Kiste Duplosteine darüber ausleeren. Auch Eichenparkett zerschrammt. Das kann man kostspielig alle paar Jahre abschleifen und neu versiegeln lassen, oder man lässt die Schrammen einfach Schrammen sein und freut sich über den natürlichen Boden. Wie nachhaltig Parkett ist, liegt daran, woher das verwendete Holz stammt, wie geforstet wurde, welche Holzart man wählt. Eigentlich ist Parkett eine gute Wahl.

Laminat ist nicht wirklich Holz. Oder doch? Wir sind uns da nicht so sicher. Das Zeug besteht aus einer Holzfaserplatte, Papier und Melamin. Das ist kein Naturprodukt mehr, auch wenn es oft so aussieht. Dafür ist Laminat richtig billig - zumindest im Vergleich zu Parkett, Dielen und Holzpflaster. Es lässt sich recht einfach verlegen - der Handwerksmeister wird gar nicht unbedingt benötigt. Laminat darf nicht nass werden, denn die unten liegenden Holzschichten können aufquellen und Wellen schlagen. Außerdem braucht es eine Unterschicht, um halbwegs schallfest zu sein. Ein Teppich darauf kann das Problem lösen - aber braucht man einen schönen Holzboden, um ihn unter Teppich zu verstecken?
Korkplatten werden aus der Rinde der Korkeiche hergestellt und können wie Fliesen verlegt werden. Es gibt aber auch mehrschichtige Systeme, die wie Parkett daherkommen. Kork ist pflegeleicht (staubsaugen, feucht wischen, ab und an wachsen), es dämmt in Sachen Schall und Temperatur, fühlt sich unter den nackten Füßen gut an und sieht auch noch ganz gut aus. Korkböden sind klein gemustert, sie geben dem Raum eine dunkle Note und wirken im Gegensatz zum oft hellen Laminat und gelblichen Parkett sehr geerdet. Angenehm ist das Material schon, es ist ein nachwachsender Rohstoff, der auch recycelt werden kann.

Ausführliche Pflegeanleitungen, Tipps zum Schleifen etc. findet ihr unter http://www.parkett-store24.de/blog/ oder unter http://www.baunetzwissen.de/index/Boden-Holzboeden_946189.html

Montag, 2. Juni 2014

Wildblumen Wiese anlegen

Wir haben uns dazu entschieden, zwischen dem Rosenbeet und einem gemischten Beet ein kleines Stück Wildblumenwiese anzulegen. Dazu muss man wissen, dass Wildblumen nur auf sehr magerem Boden gedeihen können.

Damit eine Wildblumenwiese dauerhaft (mehrere Jahre) gedeihen kann, ist also eine abmagerung der meisten Böden notwendig. Dazu muss man mindestens 50cm des Mutterbodens abtragen und diesen mit Sand auffüllen. Zur besseren Wasserhaltung des Sandbodens kann man dann noch Lavagranulat mit untermischen, falls man nicht so oft gießen möchte in der Keimphase.

Wildblumenwiese selbst anlegen

So sah es bei uns vorher aus. Wir haben recht sandigen Boden, das macht das Anlegen einer Wildblumenwiese für uns natürlich einfach ;-) Außerdem sind wir gerade sehr günstig an etwas sauberen Sand aus tieferen Bodenschichten (Flugsand) gekommen. Dieser ist sehr hell, fast wie am Meer ;-)
Vorher...
Flugsand
Nun haben wir diesen wunderbaren Flugsand auf das Stück zwischen den beiden Beeten aufgeschüttet und etwas von Hand festgetrampelt.
Um den Baum in der Mitte kümmern wir uns noch. Das ist ein Pfirsichbaum. Der Ableger von Muttern - deshalb darf der natürlich keinesfalls überwuchert werden.
Also schaffen wir ihm eine kleine Mulde - einen Gießring. Damit wenn man ihn gießt, das Wasser nicht auf der Oberfläche abläuft, sondern gezielt versickert. Darauf geben wir etwas Rindenmulch, damit sich die Wildblumen nicht zu sehr um den Setzling herum ausbreiten.


Jetzt setzen wir noch zwei Abschlussteine an den Zinsternendeckel heran, damit die Wildblumen später nicht in den normalen Rasen wuchern und man eine schöne Mähkante hat.



So, nun harken wir den Sand noch etwas breit mit dem Nivellierrechen (Holzrechen mit großen Holz Zacken). Anschließend nehmen wir das Saatgut zur Hand. Zuerst säen wir das, das eingeharkt werden muss.

Nun kommt die Saatmischung zum Einsatz. Wir haben diese hier genommen.

Uns kam es auch darauf an, dass wir uns die Nützlinge, die das Insektenhotel beziehen sollen, auch selbst heranlocken durch so eine Wildblumenwiese. Natürlich wollen wir auch was für die Bienen tun :-)

Dann das Ganze noch nach Anleitung aussäen, ggf. einharken und wässern. Es ist besonders bei magerem Sandboden unerlässlich, dass man während der Keimphase oft wässert. Mindestens einmal täglich. Der Samen darf nicht austrocknen, da er sonst abstirbt.

Wir wünschen Euch viel Spaß mit eurer eigenen Wildblumen Wiese.

Freitag, 23. Mai 2014

Beetabgrenzung bzw. Rasenkante aus Granit selbst bauen

Heute zeige ich Euch, wie ich eine Beetabgrenzung aus den Granitsteinen, die von der Einfahrt übrig geblieben sind, selbst  bauen kann. Das ist eigentlich relativ einfach. Ihr könnt Euch auch einfach nur Anregungen und Ideen für Euren eigenen Garten holen, denn eine gute Gartengestaltung lebt von vielen Ideen :-)

So sieht die fertige Beetabgrenzung aus Granit aus:
Rasenkante Granit  -Nachher

Vorher
Das schwierigste war, den Bogen schön hinzubekommen, da wir uns die eine Seite halbrund vorgestellt haben.

Rasenkante aus Granit selbst bauen

Material

  1. Natursteine (Granit), was auch immer man mag. In unserem Fall "Granit Portugal gelb"
  2. Estrich/Beton zum Setzen der Steine
  3. Wasser
Beton und Granit Steine - Das Ausgangsmaterial
Ich habe für ca. 7m Rasenkante 5 Säcke Beton á 30kg gebraucht.

Schritt 1 - Spannen der Schnüre

Ohne Schnüre geht gar nichts. Sie sind wichtig um den Verlauf und die Höhe der Rasenkante festzulegen. Dazu nimmt man sich ein paar Metallstäbe und spannt eine beliebige Schnur zwischen den Stäben.
Shcnurgerüst bauen für Rasenkante
Nun kommt der spannende Teil. Wie bekommen wir eine Rundung hin? Naja - da gibts mehrere Antworten. Ich habe mich für Augenmaß entschieden. Zuerst habe ich den Endpunkt, wo die Rundung endet, festgelegt, das war bei uns rechts am Wegrand. Die nächste Stange habe ich dort eingeschlagen, wo die Rundung beginnen sollte.  Als nächstes habe ich eine Stange am gedachten Rundungsmittelpunkt eingeschlagen, die zu den beiden anderen im gleichen Abstand stehen sollte. Die letzten beiden Stangen habe ich jeweils dazwischen gesetzt. Nun konnte man die runde Form schon erahnen.

Hier kann man jetzt noch Feinkorrekturen vornehmen. Schaut Euch die Stangen auf jeden Fall aus verschiedenen Blickwinkeln an, dann sieht man besser, ob etwas falsch steht oder die Form unrund aussieht.
Jetzt ziehen wir die Schnur ein. Die Flucht haben wir festgelegt, nun legen wir die Höhe fest. Dazu verwenden wir eine Wasserwaage. Bei uns sollte die Rasenkante die Höhe des Gehweges aufnehmen. Dazu habe ich am Anfang und am Ende der Rasenkante jeweils die Wasserwaage aufgelegt und die Schnur dann auf dieser Höhe zwischen den Stangen befestigt. Nun zieht man noch die Schnur ordentlich mit Schmackes fest :-)

Schritt 2 - Boden abtragen

Nachdem wir die Flucht und die Höhe festgelegt haben, ist quasi das Wichtigste schon erledigt.
Da wir die Natursteine in Beton (Trockenbeton erdfeucht) versetzen, muss unter dem Stein eine etwa 5-10cm dicke Betinschicht sein, damit das Ganze später hält.
Im Bild sieht man, dass da noch etwas weg muss. Man kann das super sehen, indem man einen Stein daneben legt.

Schritt 3 - Steine in Beton setzen

Dazu mischt man den Beton in einer Schubkarre mit etwas Wasser, sodass der Beton noch bröselig aber dunkel (feucht) ist. Er braucht bloß erdfeucht zu sein. Somit fließt er nicht weg, während man die Steine setzt. Dann schüttet man den Beton Schaufel für Schaufel an der Schnur entlang und setzt die Steine der Schnur entlang in den Beton. Man muss jeden Stein mit dem Hammer herunterklopfen, damit dieser satt im Betonbett sitzt. Nur dann wackelt er später nicht.

Wenn die Steine sitzen, legt man noch eine Rückenschulter an. Dazu häufelt man noch etwas Beton auf beiden Seiten des Steines an, sodass der Stein mindestens zur halben Steinhöhe in Beton sitzt. Dies klopft man dann noch mit dem Hammer fest an. Und so geht es weiter... Meter um Meter.. Bis man am Ziel angelangt ist. :-)


 





Danach zieht man die Stangen heraus und richtet die Steine nochmal aus mit leichten Hammerschlägen. Anschließend aber nicht vergessen, die Rückenschulter nochmal festzuklopfen damit der Stein auch in Position bleibt.

Zum Schluss habe ich alles nochmal leicht mit dem Gartenschlauch eingenebelt mit Wasser - muss man aber nicht zwangsläufig. Man sollte dem Beton mindestens 24h Zeit geben, erst dann kann man ihn begehen. In die Zwischenräume fülle ich später noch Splitt ein. Man könnte diese allerdings auch ausfugen mit Maurermörtel oder Ähnlichem.

Und so sah es bei uns fertig aus:


Dienstag, 20. Mai 2014

Beistelltisch für die Terrasse

Heute will ich Euch mal eine, wie ich finde, sehr coole Idee vorstellen, wie man sich mit einfachen Mitteln einen halbhohen Tisch für seine Terrasse bauen kann. Diesen kann man dann zwischen zwei Liegestühle stellen, um Gläser oder eine Kerze darauf abzustellen.


Wir haben dazu ein Stück von einem Baumstamm genommen, der eigentlich für den Kaminofen als Brennholz vorgesehen war. Dann haben wir einen Untersetzer (verstellbar) für. Blumentöpfe gekauft, der Rollen besitzt. Darauf haben wir den Klotz gelegt und eingespannt. Nun haben wir einen sehr kostengünstigen Beistelltisch für unsere Liegen.




Sonntag, 18. Mai 2014

Saunalampe selbst bauen

Nachdem ich sehr lange nach einer schönen Saunalampe gesucht habe, bin ich auf die Idee gekommen, diese selbst zu bauen. Wir haben uns etwas rechteckiges oder quadratisches vorgestellt, mit Lamellen, wo das Licht indirekt hindurch fällt.

Stattdessen fanden wir nur das hier...
einfache Saunalampe mit Schirm
...was natürlich völlig unbefriedigend war, weil die Lampe oben und unten offen ist und die darunter befindliche "Baumarkt Feuchtraum Lampe" nicht besonders hübsch aussieht.

Aufgrund der eletrischen Vorschriften muss man beim Bau einer Saunalampe aber unbedingt darauf achten, dass diese die richtige Schutzklasse besitzen. In unserem Fall handelt es sich um eine finnische Sauna und damit ist Schutzklasse IP 31 angesagt.

Diese Vorschriften erfüllen wir mit unserer selbst gebauten Saunalampe selbstredend, denn wir haben die Lampe selbst nicht verändert. Aber erstmal zeige ich Euch ein Bild von der fertigen, aufgehängten Lampe!
moderne Saunalampe

Saunaschirm modern mit Lamellen
Na? Also ich finde, die macht viel mehr her als eine herkömmliche Standard-Saunalampe aus dem Baumarkt und sie dürfte garantiert einzigartig sein. Unter der schönen Lampen Abdeckung, die übrigens aus einheimischem Nadelholz (Kiefer) besteht, verbrigt sich nichts anderes als eine herkömmliche Saunalampe mit Glasverschraubung.
Deckel abgeschraubt. Eine IP 31 Saunalampe kommt zum Vorschein.
Um eine bestmögliche Lichtverteilung unter dem Lampenschirm zu erreichen, habe ich die Lampe mit der Glaskuppel nach unten an die Saunadecke geschraubt. Das ist auch ungemein praktisch, sollte die Birne einmal kaputt gehen und man sie wechseln möchte ;-)

Anleitung moderne Saunalampe selbst bauen

Materialien:

  1. Holzleiste  Kiefer 40mm breit, 8mm dick, Länge ca 2m. Gesamtlänge, die benötigt wird: 11,68m + Verschnitt 20% = 14,01m
  2. MDF Platte für den Deckel (300mm x 300mm) Kann man sich im Baumarkt zuschneiden lassen
  3. schwarzes Nadelfilz (1mm dick) je dünner desto besser.
  4. Einige Holzschrauben (Edelstahl)
  5. Holzleim (für Innenräume wegen der Lösungsmittel!)
  6. Holznägel mit flachem Kopf, Länge 20mm (können auch gekürzt werden mit der Zange)

Werkzeug:

  1. Stichsäge oder Kappsäge (oder beides ;-)) Am Besten Gehrungssäge, alternativ Handsäge mit "Gehrungsschneidladen"
  2. Zollstock, Bleistift, etc.
  3. Schraubendreher
  4. Elektriker Zange (klein, zum rausbrechen der Holzstücke bei den "Kämmen")
  5. Handtacker (nicht den, den man im Büro nimmt ;-))
  6. kleine Feile, Rundfeile o.Ä. ca 5mm Durchmesser
Außerdem solltet ihr etwas Geduld mitbringen, die Sägearbeiten dauern eine Weile.

Anleitung

Schritt 1 - Deckel
Zuerst lassen wir uns den Deckel vom Baumarkt zuschneiden. Ich empfehle eine MDF Platte, 10mm dick und 30cm x 30cm. Nun nehmt ihr das Nadelfilz und legt es auf den Boden. Darauf legt ihr die Holzplatte mittig. Anschließend faltet ihr die Kanten um und tackert sie fest. Wichtig ist dabei, dass ihr die Ekcen so umschlagt, dass das Material nicht so dick auf dem Holz liegt. Das sieht man sonst später, wenn man auf die Lampe schaut. Deshalb habe ich die Takerklammern bei meiner Saunalampe noch mit dem Hammer etwas tiefer eingeschlagen.
Deckel für moderne Saunalampe, Oberseite
Sieht etwas unschön aus, aber diese Seite sieht später niemand mehr, nur der, der die Birne mal wechselt ;-)

Schritt 2 - Bauen des Rahmens
Der Rahmen ist das Teil, das mit der Saunadecke verschraubt wird. Hier ist eine Skizze, die die einzelnen Teile und Bauschritte ganz gut beschreibt. (Anklicken zum Vergrößern), Link zur großen Version
Zuerst bauen wir den Rahmen. Hierzu habe ich die gleichen Leisten genommen woe für die Lamellen. Die Außenmaße des Rahmens sind 26cm x 26cm. Die Lamellen stehen später also auf jeder Seite 2cm über. Für den Rahmen habe ich zwei Leisten übereinander gelegt, siehe Skizze und diese mit kleinen Nägeln, die ich vorher mit der Zange gekürzt habe, fixiert. Wenn der Rahmen fertig ist, solltet ihr 4 Löcher bohren, wodurch ihr später die Saunalampe an der Decke aufhängen könnt. Dies habe ich mit 4 Schrauben gemacht. Sieht man auch auf den Bildern.




Nun kommen der Kamm. Diesen brauchen wir gleich 4x. Es ist das mit Abstand aufwändigste Teil am ganzen Projekt. Den Kamm habe ich wie in der Skizze beschrieben, vorher angezeichnet mit Bleistift und die Bereiche, die Abfall sind, schraffiert. Dies habe ich direkt auf dem Holz gemacht, damit es nicht zu Fehlschnitten kommt. Wenn ihr bei diesem Teil genau arbeitet (wobei es nicht auf den mm ankommt), wird das Gesamtergebnis später umso besser sein. Nachdem ich an den mit Pfeilen markierten Stellen gesägt habe, habe ich die schraffierten Holzstüke mit der Zange (kleine Elektrikerzange) ausgebrochen. mit der Feile habe ich dann nochmal etwas nachgearbeitet, um die Ausbrechstelle halbwegs ordendlich hinzubekommen.

Gehrungsschneidladen
Wenn die 4 Kämme fertig gestellt sind, kommt die Lamellen ins Spiel. Am Besten ist es, wenn ihr eine Gärungssäge habt, alternativ könnt ihr auch eine Handsäge, Fuchsschwanz, etc. verwenden um die Lamellen herzustellen.Wenn ihr die Handsäge benutzt, nehmt einen Gehrungsschneidladen. Damit könnt ihr die 45° Winkel nicht versemmeln :-) Die Lamellen müssen an der längsten Seite gemessen 30cm aufweisen. Die erste Lamelle könnt ihr als Schablone für die weiteren Lamellen benutzen.

Schritt 3 - Die Montage
Wenn ihr bis hierhin gekommen seid, gebührt Euch schonmal große Heimwerker Ehre! Jetzt beginnter der Spaß beim Zusammenbau! (Macht wirklich Spaß!)

Erstmal positioniert ihr die Kämme und schraubt diese am Rahmen fest. Bitte Vorbohren nicht vergessen, sonst kann es Abplatzungen geben. Das Holz splittert schnell! Zusätzlich habe ich die Kämme noch am Rahmen festgeleimt. Lasst den Leim aber nicht trocknen sondern beginnt direkt mit der Montage der untersten 2-3 Reihen Lamellen. Dann könnt ihr diese nämlich hübsch ausrichten. Am Anfang ist das Ganze noch sehr wackelig, das gibt sich aber, sobald der Leim langsam antrocknet. Ich habe bevor ich die Lamelle platziert habe, immer Holzleim auf die Aussparung vom Kamm aufgetragen.

Nun erstmal trocknen lassen und ein paar Stunden später die restlichen Lamellen einbauen.

Nun könnt ihr die Löcher in den Deckel Bohren, mit denen ihr den Deckel an den Kämmen festschrauben wollt. Ich habe pro Kamm eine Schraube verwendet. Am Besten macht es sich, wenn ihr die Löcher immer vorbohrt mit einem kleinen Bohrer und erst dann die Schrauben einschraubt. Nun montiert ihr den Deckel drauf und die Saunalampe ist fast fertig.

Nun müsst ihr sie nur noch eine Stunde trocknen lassen und dann könnt ihr sie schon einbauen!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Wanddeko, Rollos und Truhenbank

Hallo,

wir wünschen Euch ein gutes und gesundes neues Jahr!
Heute gibts mal wieder ein kleines Update und eine Vorschau auf die nächsten Beiträge.
Über den Winter hatten wir im Garten nichts zu tun. Deshalb haben wir uns dem Interieur gewidmet ;-)

Wir haben einen Wandschmuck hergestellt, den man nicht so häufig sieht und der teuer verkauft wird. Auf dem Bild sehr ihr ein 60x60cm großes Panel mit Islandmoos. Das Material kennen einige von Euch vielleicht von Ihrer Eisenbahnplatte - man benutzt es auch um Büsche und Bäume für H0 Anlagen herzustellen.

Wir haben zwei davon gemacht, eins mit Holzschnitten. Na, erkennt ihr sie? Das sind nicht irgendwelche Holzschnitte sondern die stammen von unserem Richtbaum :-)

Wie ihr diesen einfach herzustellenden Wandschmuck herstellt, erkläre ich Euch in einem der nächsten Beiträge!





Das hier sind unsere neuen Rollos fürs Wohnzimmer. Und war vor allem der Sichtschutz wichtig. Sie bestehen aus PVC laminiertem Washi Papier. Sie haben eine sehr reduzierte Optik und sehen einfach genial und sehr hochwertig aus. Sie heißen "Rollo Shades Wood & Washi". Ihr könnt sie in diesem Onlineshop bestellen.


Und das ist unsere neue Bank. Wir waren lange auf der Suche nach einer schönen Bank für unseren großen Flur und sind dann bei eBay auf dieses ältere Stück gestoßen. Dort sitzt es sich super und außerdem bietet die Bank eine weitere Funktion: Das ist eine Truhenbank. Man kann also Schuhe und dergleichen darin verstauen
Außerdem haben wir in diesem Winter unsere Sauna fertig gestellt. Wir hatten uns eine gebrauchte Sauna besorgt und diese aufgearbeitet - besonders von Außen haben wir sie umgestaltet. Sie sieht richtig modern aus. Auch hier werde ich Euch in einem der nächsten Beiträge zeigen, wie wir das gemacht haben!

Stimmt auf der rechten Seite ab, welches Thema euch besonders interessiert, dann stelle ich diesen Artikel zuerst fertig!

Donnerstag, 21. November 2013

Trockenmauer bauen

Eine Trockenmauer zu bauen ist einfach. Das tolle ist, dass man für den kompletten Bau kein Wasser benötigt, man kann eine Trockenmauer also zu jeder Jahreszeit bauen. Außer im Winter, da dürfte es schwieriger werden, das Fundament auszuheben ;-)

Unsere fertige Trockenmauer (Kalkstein)

Man braucht, um eine schöne Trockenmauer herzustellen, folgendes:

  • Mauersteine aus Kalkstein,Porphyr oder Sandstein (oder was auch immer man möchte) Verbaut haben wir auf dem Foto oben ca 6 Tonnen
  • Auffüllmaterial (Schotter 0-32mm) fürs Fundament und zum hinterfüllen
  • Schaufeln
  • Ein paar Füße zum feststampfen ;) falls kein Handstampfer vorhanden ist
  • Pflanzerde/ Pflanzsubstrat (wir haben den "Vegetationsboden" von Gelsenrot genommen) zum einsetzen der Steingartengewächse in die Fugen
  • Steingartengewächse für die Fugen
Gelsenrot Pflanzsubstrat
Schottergemisch 0-32mm
Der Plan

Das Fundament
Das Fundament sollte ein Drittel der Mauerhöhe betragen. Es sollte zwischen 40 und 60 cm tief ausgehoben werden. Das Fundament füllen wir anschließend mit 0-32 Schottergemisch und stampfen es fest. Da eine Trockenmauer unempfindlich gegen unregelmäßige Bodensetzungen ist, müssen wir das Fundament nicht betonieren, es muss auch nicht frostsicher (Frostsicher =80cm tief) sein.

Die Erste Lage
Ist das Fundament fertig gestellt und fest gestampft, geht es auch schon an die erste Lage Mauerwerk. Beim Mauern arbeitet man immer Lage für Lage. Wenn man eine Trockenmauer baut, darf man es nicht zu genau nehmen. Lücken und Fugen bieten Pflanzen und Tieren einen wichtigen Lebensraum.
Die erste Lage wird direkt auf das Schottergemisch 0-32 gelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Steine "satt" im Schotterbett liegen und nicht wackeln. Für die Erste Lage dürfen nur die größten und schwersten Steine verwendet werden.

Die weiteren Lagen
Nach jeder Lage wird erstmal mit Füllmaterial (Schotter 0-32mm) aufgefüllt und gestampft. Dort, wo im Bild der orange Eimer steht, muss nun aufgefüllt werden, sodass man wieder eine feste Ebene hat, wo man den nächsten Stein auflegen kann. Auf dem Bild seht ihr auch einen der Steine, der weiter ins Erdreich geht. Diese Steine sollte man jede 2. Lage einbauen oder öfter. Sie geben der Mauer mehr Halt und verkrallen sich im Erdreich. Kreuzfugen sind zu vermeiden, man erkennt sie am Kreuz das sich bildet (+), T- Fugen habe ich auch an manchen Stellen, die sind nicht so schlimm, solange man sie selten macht.

An dieser Stelle werde ihr sicher feststellen, dass die Steine kippeln. Dieses Kippeln stellt man ab, indem man Bruchstücke der Steine nimmt (Scherben oder Zwickel genannt) und diese unter die kippelnden Steine schiebt sodass diese nicht mehr kippeln. Es ist verboten, die Steine in Erdreich oder Sand zu verlegen, denn wenn das vom Regen ausgewaschen wird, dann ist eure Mauer instabil. Deshalb immer Zwickel verwenden und damit die Mauer verkeilen. Unsere Mauer ist rund nach außen. Das bedeutet, dass auf der Außenseite auch in die vertikalen Fugen dise Zwickel eingebaut werden müssen. Notfalls kann man sie auch mit dem Hammer reinschlagen. Dadurch wird die Mauer verkeilt und hält ewig.


Nach jeder Lage (nachdem diese gekeilt ist) könnt ihr in die vertikalen Fugen Pflanzerde einfüllen, diese rieselt dann auch unter die Steine und in diese Fugen könnt ihr auch die Steingartenpflanzen setzen. Wenn ihr eine Pflanze gesetzt habt, achtet darauf, dass sie genug Pflanzerde hat und dass die Pflanzerde auch bis ins Erdreich geht. Ich habe immer so eine Spur aus Pflanzerde Richtung Erdreich gelegt, damit die Pflanze von dort Wasser ziehen kann. Die Pflanzen werden während des Mauerbaus direkt gesetzt, also nicht erst hinterher.
Beim weiteren Mauerbau könnt ihr schonmal die Steine für die oberste Lage aussuchen und beiseite legen.Dort solltet ihr die schönsten Steine verwenden, sie sollten auf der Oberseite schön Glatt und ebenmäßig sein, damit ihr dort auch mal drauf laufen könnt. Außerdem sollten sie recht tief sein.

Wie ihr seht, haben wir die Mauer an einem Kellerfenster, angelehnt an die Hauswand gebaut. Das ist eine sehr schöne Alternative zu einem Lichtschacht und lässt durch die hellen Steine sehr viel Licht in den Keller. Die Böschung haben wir dann ebenfalls schön bepflanzt. Falls ihr etwas Ähnliches vor habt, achtet darauf, dass die Böschung nicht steiler aus 45° ist. Ab 30° solltet ihr die Böschung durch Bepflanzen vorm Abrutschen sichern. Man kann auch mit einem Weidenruten- Geflecht arbeiten oder mit Steinen. Wir haben ein paar unförmige Rest-Steine auf die Böschung gesetzt und darum Steingartengewächse arrangiert. Sieht wirklich klasse aus!